Warum sich eine Fernwartung für Ihre Anlagen lohnt

Der Fernzugriff auf Systeme ist nicht erst seit der Corona-Pandemie relevant für Unternehmen. Im Zuge der stärkeren Vernetzung von Anlagen und steigenden Sicherheitsanforderungen wird das Thema der Fernwartung von IoT-Geräten für Anlagenbetreiber immer interessanter. Denn der externe Zugriff mittels Hardware und Software durch Techniker außerhalb der Betriebsstätte ist für eine Entwicklung zur Industrie 4.0 elementar. Bei Fernwartung unterscheiden wir zwischen zwei Betriebsmodellen: Bislang verbreitet ist, dass beim Auftauchen eines Problems ein Techniker verständigt wird, der sich anschließend remote auf das System schaltet. Das ähnelt stark der Wartung vor Ort, nur dass die Anreise entfällt. Der modernere Ansatz besteht darin, dass vernetzte Anlagen kontinuierlich (automatisiert) überwacht werden und Störungen automatisch an Service Provider weitergeleitet werden, der umgehend eine Lösung erarbeitet und implementiert.

Auch wenn der Schritt zu einer stärkeren Vernetzung mühsam erscheint, lohnen sich die Anstrengungen aus unserer Sicht. Denn eine Fernwartung stärkt die Cybersecurity und bringt auch betriebswirtschaftliche Vorteile mit sich.

Eine größere Cybersecurity in der Systemlandschaft des Unternehmens ergibt sich beispielsweise durch ermöglichte Ad-hoc Reaktionen, da Techniker weltweit Aufträge zu jederzeit entgegennehmen können.  So können auch komplexe Probleme schnell und effizient gelöst werden, da Experten unkompliziert remote hinzugezogen werden können, für den Fall, dass der First Level Support keine schnelle Lösung anbieten kann. Andernfalls hätte ein Techniker vor Ort einen zweiten Reparaturtermin vereinbaren müssen. Ein weiterer Vorteil: Indem keine externen Servicekräfte das Betriebsgelände betreten müssen, wird die physische Sicherheit gestärkt. Stattdessen können remote auf mehreren Endpunkten gleichzeitig z.B. Sicherheitspatches effizient implementiert werden und Entwicklerteams sind in der Lage kurzfristig neue Features auszurollen, selbst auf normalerweise schwer zugänglichen Anlagen z.B. im Bereich der Energie- und Wasserwirtschaft. Im Idealfall ermöglicht die Vernetzung der Geräte auch ein kontinuierliches Monitoring. Dadurch können zum einen Probleme im Betriebsablauf als auch Sicherheitsprobleme schnell identifiziert werden. 

Auf betriebswirtschaftlicher Seite ergeben sich insbesondere Kostenvorteile: Dadurch, dass Wartungsarbeiten nicht mehr vor Ort durchgeführt werden müssen, entfallen auch die Reisekosten für die Techniker. Darüber hinaus können durch schnelle Reaktionszeiten die Ausfallzeiten reduziert werden und nicht zuletzt können durch eine erhöhte Sicherheitsinfrastruktur Kosten durch etwaige Sicherheitsvorfälle reduziert werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die richtige Auswahl und sichere Konfiguration der Lösung.

Die Implementierung einer IoT-Fernwartung erfolgt aus unserer Sicht in vier Schritten:

  1. Inventarisierung: Zunächst müssen sich Anlagenbetreiber einen Überblick darüber verschaffen, welche Systeme in die Lösung eingeschlossen werden sollen. Dazu ist ein Überblick über alle Maschinen, Sensoren, HMIs, PCs und weitere Systeme erforderlich.
  2. Festlegung des Scopes: Im Anschluss, wenn feststeht, welche Geräte und Systeme berücksichtigt werden sollen, ist festzulegen, welche Funktionalitäten erforderlich sind. Ist beispielsweise lediglich das Einspielen von Updates erforderlich oder ein vollständiger Remotezugriff gewünscht?
  3. Anbieterauswahl: Stehen alle Anforderungen fest, muss ein Anbieter bzw. eine Auswahl passender Lösungen identifiziert werden.
  4. Upgrade von Legacy-Systemen: Schließt der Scope auch ältere Geräte ein, die bislang nicht vernetzt sind, ist in Abstimmung mit dem Anbieter zu klären, inwieweit ein Upgrade oder Austausch der betreffenden Geräte möglich bzw. erforderlich ist.

Gerne unterstützen wir Sie im dritten Schritt bei der Anbieterauswahl, denn als CyberCompare vermitteln wir regelmäßig geeignete Provider für Fernwartungslösungen für unsere Kunden. Wir gehen dabei in 6 Schritten vor:

Übrigens: Der Artikel spiegelt unseren aktuellen Wissensstand wider – aber auch wir lernen jeden Tag dazu. Fehlen aus Ihrer Sicht wesentliche Aspekte, oder haben Sie eine andere Perspektive auf das Thema? Gerne diskutieren wir mit Ihnen und weiteren Experten in Ihrem Hause die gegenwärtigen Entwicklungen vertiefend und freuen uns über Ihr Feedback sowie Anfragen zu einem Austausch.

Und zuletzt noch: Nennungen (oder die fehlende Nennung) von Anbietern stellt keine Empfehlung seitens CyberCompare dar. Empfehlungen sind immer abhängig von der kundenindividuellen Situation.

Simeon Mussler

Wir helfen Ihnen gerne persönlich bei der Spezifikation Ihrer Cybersecurity Anforderungen:

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