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Was ist Endpoint Security?

Unter dem Begriff Endpoint Security wird ein weites Feld an Sicherheitskonzepten für verschiedene mit einem Unternehmensnetzwerk verbundene Endgeräte verstanden. Durch eine Kombination aus technischen und organisatorischen Maßnahmen sollen Unternehmensnetzwerke möglichst effektiv gegen unbefugten Zugriff über das Einfallstor der Endgeräte geschützt werden. Zu den Endgeräten gehören alle Geräte, die als Schnittstelle für das Unternehmensnetzwerk dienen, also insbesondere Desktops, Laptops, Mobile Devices, aber auch Geräte wie Kassenterminals, Drucker und IoT-Devices. Dieser Themenkreis wird auch häufig unter den Schlagworten Endgerätesicherheit, Endpunktsicherheit oder Endpoint Protection diskutiert.

Endpoint Security Geräte

 

Endpoint Security wird zur Priorität für deutsche Unternehmen

Wie aus dem aktuellen Hiscox Cyber Readines Report 2021 hervorgeht, zählen deutsche Unternehmen mit durchschnittlich 23.700$ Kosten pro Cyber Attacke, zu der in Europa am stärksten von Cyberangriffen betroffenen Gruppe. Spätestens durch die COVID-19 Pandemie wird das Thema auch für kleine und mittelständische Unternehmen immer relevanter. Während der Arbeitsort jedes vierten Beschäftigten in Deutschland das Home Office wurde, blieb IT-Abteilungen oft nur wenig Zeit, ein passendes Endpoint Security Konzept zu erstellen und zu implementieren. Ein solches wird jedoch umso wichtiger, je mehr Endgeräte an das Unternehmensnetzwerk angebunden werden. Gerade Trends wie „Bring your own device“ (BYOD), bei denen Mitarbeiter private Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones in die Netzwerke ihrer Arbeitgeber integrieren, bieten eine große Angriffsfläche. Problematisch ist dabei, dass Privatgeräte durch unbedachtes Downloadverhalten und oft nur sporadisch durchgeführte Updates besonders anfällig für Sicherheitslücken sind.

 

Präventive Maßnahmen für mehr Endpoint Security

Endpoint Security Maßnahmen

Um diesen Risiken entgegenzutreten, haben sich verschiedene präventive Maßnahmen wie zum Beispiel ein fundamentales Sicherheitskonzept und Security Awareness etabliert:

Laut einer Kaspersky Studie beruhen mit 46% fast die Hälfte der analysierten Sicherheitsvorfälle auf schlecht informierten oder gedankenlosen Mitarbeitern. Aber gerade beim Umgang mit privaten Geräten im Kontext von remote working ist eine Mitarbeiter-Sensibilisierung sinnvoll. Wie Sie ihr Unternehmen durch Security Awareness schützen können, berichteten wir bereits hier.

Darüber hinaus sollte ein solides Endpoint Security Fundament auch Maßnahmen wie flächendeckenden Maleware-Schutz, URL-Filter, Rechtemanagement und Patch-Management auf dezentraler Ebene umfassen.

 

Endpoint Detection and Response (EDR)

Endpoint Detection

Um auf konkrete Risiken reagieren zu können müssen diese zunächst erkannt und im Anschluss effektiv und zeitnah beseitigt werden. Hierfür eignen sich verhaltensbasierte Anomalieerkennung, Sandboxing und Data Loss Prevention Systeme oder – und das ist besonders hervorzuheben – Endpoint Detection and Response (EDR) Systeme. Letztere überwachen Unternehmensnetzwerke und schreiten bei Unregelmäßigkeiten automatisch ein, um Angriffe abzuwehren oder deren Auswirkungen zu minimieren. Auch hinter dem Begriff EDR stehen eine Vielzahl von verschiedenen Maßnahmen, welche die Auswahl und den Zuschnitt des richtigen EDR Systems erschweren. Im Kern umfasst EDR folgende Funktionen:

  • Überwachung und Analyse: EDR Systeme sollen Sicherheitsvorfälle verhindern, indem sie Systemdaten von Endgeräten sammeln und nach auffälligen Verhaltensmustern durchsuchen. So können Sicherheitslücken bzw. Eindringliche frühzeitig erkannt werden, bevor es zu einem größeren Angriff kommt.
  • Schnelle Bedrohungsreaktion: Wird eine Bedrohung erkannt, leitet das EDR System automatische Abwehrmaßnahmen ein. Durch diese zeitnahe Reaktion werden Auswirkungen und Schäden eines Cyberangriffs minimiert.
  • Bündelung und Darstellung: EDR Systeme bieten darüber hinaus auch den Vorteil, dass sie die erfassten Daten der Endgeräte an einem Ort bündeln und so dem Anwender eine Übersicht über die Bedrohungslage verschaffen. Insbesondere Art und Ausmaß der Bedrohung können so schnell eingeschätzt werden.

 

Extended detection and response (XDR)

Häufig stellt sich im Zuge der Suche nach dem richtigen EDR System die Frage, ob nicht ein sogenanntes Extended Detection and Response (XDR) System die attraktivere Lösung ist. Während EDR Systeme sich auf die Überwachung von Endpunkten beschränken, decken XDR Systeme auch Cloud Anwendungen, Server und andere Netzwerkkomponenten ab. Dies bietet Anwendern den Vorteil auf einen größeren und detailreicheren Datensatz als Grundlage für die Risikoanalyse zurückgreifen zu können. Darüber hinaus führen auch XDR Systeme alle Daten gebündelt zusammen und verschaffen Anwendern so einen einfacheren und umfassenderen Überblick über ihr Risikoprofil.

Wer ein Produkt zum Schutz seiner Endgeräte sucht, muss abwägen, ob er mit einem „Allrounder“ mit großer Abdeckung besser bedient ist oder ob es sinnvoller ist, mehrere Spezialisten gezielt zu kombinieren, deren Produkte in ihrem Spezialgebiet möglicherweise besser sind. Gerne unterstützen wir Sie bei der Anbieterauswahl, denn als CyberCompare vermitteln wir regelmäßig geeignete Provider für Endpoint Security Lösungen für unsere Kunden. Wir gehen dabei in 6 Schritten vor:

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Neben der Endgerätesicherung lohnt es sich häufig auch, andere Dimensionen der IT-Sicherheit zu stärken. Bei der Priorisierung dieser Maßnahmen hilft CyberCompare mit seiner Cybersecurity Diagnostik, anhand derer wir Ihre Sicherheitsbedürfnisse identifizieren und entsprechende Handlungsempfehlungen ableiten.

Sprechen Sie uns direkt per Mail (Mail an uns) oder per Telefon (+49 711 811-91494) an, und wir stellen Ihnen gerne weitere Informationen zu unserer Diagnostik zur Verfügung. Alternativ können Sie Ihr Cyberrisikoprofil mit unserer Diagnostik online testen.